Bauland - wo woher wie ?

was für Bauland?

baureifes Land ist sofort bebaubar. Dazu ist noch nicht ausreichend, daß ein Grundstück im Flächennutzungsplan als baureif ausgewiesen ist. Es muß außerdem in einem Bebauungsplan als Baugebiet festgelegt sein.
Rohbauland: ist planungsrechtlich bereits bebaubar, wegen fehlender Erschließung jedoch noch nicht Wirklichkeit. - Und wenn ich ein Indianerzelt darauf baue?
Bauerwartungsland: Es ist davon auszugehen, daß hier Grundstücke mal bebaut werden könnten, sobald die baurechtliche Voraussetzung und die Erschließung vorliegen. Dann wäre es kein Erwartungsland mehr.

Frage: Ist eine unbebaute Lücke an einer Hauptstraße erschlossenes Bauland?

Wie finde ich Bauland?

Natürlich über die Zeitung! Demnach gibt es mehr Grundstücke als Einwohner. Liegt auch daran, das 95% der Angebote für entsprechende Babauung ungeeignet sind oder nicht neben, vielmehr auf der Autobahn liegen - gern auch als "von Privat an Privat" bezeichnet.

Nachdem Sie wissen, was Sie bauen wollen, können Sie ein Grundstück darauf prüfen, ob sie das dort so dürfen bzw. mit welchen Einschränkungen. Eine Bauvoranfrage beim zuständigen Baudezernat/Bauordnungsamt wird gegen Gebührenbescheid bearbeitet.

Auch ansässige Architekten haben oft entsprechende Informationen, auch die Vereine der Haus- und Grundbesitzer.

Gemeinden sind oft verkaufsbereite Besitzer von Grundstücken - also Bauämter der Stadt- und Gemeindeverwaltungen aufsuchen, fragen, notfalls auf die Ketten gehen. überraschungseffekte bringt die Frage nach "Reserveflächen".

Vergessen Sie nicht Ihre Hausbank. Die besten Tipps erhalten zuerst deren Mitarbeiter und Großkunden. Sind Sie einer?

Bauland Preise

Es gibt einfach Grundstücke, die mehr wert sind als die darauf gebauten Gebäude. Das hat nicht nur mit der Größe zu tun

Wenn Ackerland als Bauland angeboten wird, lässt sich ein guter Preis aushandeln, leider kaum darauf bauen.

Inserateauswertung, veröffentlichte Preisspiegel,
Bodenrichtwerte der Stadt oder Gemeinde, Gedankenaustausch mit Grundstücksnachbarn - Papier ist oft von gestern, manches Wort leeres Gerede. Kritischer Realismus und Fingerspitzengefühl sind gefragt.

Sind die Erschließungskosten im Preis enthalten? Diese können saftig sein, enthalten neben Kosten für örtliche Straßen, Wege, deren Beleuchtung, auch Anlagen zur Versorgung mit Wassser/Abwasser, Strom und Gas. Welche Kosten sind noch mit dem Grundstückserwerb verbunden? Das billigste Angebot kann teuer zu stehen kommen.

Baugrund Untersuchung, Altlasten

Ein scheinbar harmlose Formulierung in DIN 4020, Pkt. 4.1. besagt, für jede Bauaufgabe müssen Aufgaben und Beschaffenheit von Boden und Fels im Baugrund oder in den Gewinnungsstätten für Baustoffe sowie die Grundwasserverhältnisse ausreichend bekannt sein. Hierzu sollen Untersuchungen projektbezogen ausgeführt werden.

Der Bauherr sollte den Bauplaner bzw. Architekten frühzeitig an seine Sorgfaltspflicht erinnern, den Bauherrn auf die Notwendigkeit von Baugrunduntersuchungen hinzuweisen. Beauftragung und Bezahlung von Baugrunduntersuchungen ist allerdings stets Bauherrenpflicht.
Den Architekten kann normalerweise ein fehlendes Baugrundgutachten nicht an in seiner Arbeit hindern. Weil der Bauherr Kosten sparen will, werden notwendige Untersuchungen oft bis zum Baugrubenaufschluß hinausgeschoben, was meistens auch gut geht. Die Nachberrn sind ja meist echte Hausbaufreunde und wissen über die Bodenbeschaffenheit bestens Bescheid. Ein Risiko besteht immer. Stellt sich sich beim Bau heraus, daß tiefer zu gründen ist, gehen diese zusätzlichen Aufwendungen in der Regel zu Lasten des Bauherrn und können schlimmstenfalls den eng geplanten Finanzrahmen aushebeln. Wenn hier der Bauherr, zumal darauf angesprochen, nicht reagiert, wird auf der Basis von Annahmen, die der Bauherr bestätigen muß, der Baugrubenaushub gestartet, was für den privaten Bauherren ganz dumm ausgehen kann.
Gerade im Rahmen des Eigenheimbaues per Bauträger werden oft Gebäudetypen angeboten, die nur ungenügend örtlich angepaßt oder standortfremd angeboten werden. In der Regel liegen in solchen Fällen auch keine gesicherten Erkenntnisse zu den Baugrund- und Gründungsverhältnissen vor, besonders bei Einzelstandorten. Das Baugrundrisiko wird dabei im Bauvertrag dem Bauherrn zugeschoben, ohne es ausdrücklich zu erwähnen. Treten dann geringfügige Probleme bei der Gündung auf, wird leicht ein vereinbarter Festpreis gekündigt und im Tiefbau zu Lasten des Bauherrn zünftig nachgelangt.
Untern Strich ist die Einschaltung eines Fachmannes für Baugrunduntersuchung und Gründungsberatung eine sinnvolle Ausgabe. Die Untersuchungen müssen wie gesagt objekt/projektbezogen auf den erforderlichen Aufwand beschränkt sein.
Altlasten:
Wo nichts auf die Möglchkeit kontaminierten Bodens hinweist, muss auch kein entsprechender Nachweis geführt und bezahlt werden. Trotzdem vorsichtshalber mal in der Nachbarschaft recherchieren, was das in der Vergangenheit so los war. Aber Vorsicht: Oft wollen Nachbarn Grundstücke mies machen, weil der Bau in Nachbarschaft doch manchmals stört.

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Bodenrichtwerte

jetzt geht´s los: die Bautafel steht schon.
Erfahrungen vieler Hausbaufirmen besagen:
Ein Kunde ohne (geeignetes) Bauland ist kein Kunde.

In Gebieten der Abwanderung werden Preise für Grundstücke rutschen. Trotzdem lagen sie im Osten 7/2003 hoch wie noch nie.

Allgemein wird sich Bauen aufgrund der Grundstückpreise in Zuzugsgebieten verteuern. Ballung ist Ergebnis von Dynamik.